DIE DREI MÖWEN
Wir haben uns aus verschiedenen Gründen zusammengeschlossen. Zum einen verfolgen wir die gleichen Grundwerte und arbeiteten in der Vergangenheit bereits gut zusammen, auch hat man seit dieser Legislatur als Einzelstadtverordnete(r) ohne Gruppe oder Fraktion auch weniger Rechte. Das Fischbrötchen belegt mit Redezeit und Stimmrecht wollten wir uns nicht klauen lassen. Wir diskutieren, harmonisieren und vertreten uns gegenseitig. Hier gibt es eine Kurzvorstellung zu unseren Personen- Petra, Marnie und Secci - und im Anschluss erfahrt ihr etwas über unsere Werte. Falls ihr in unsere aktuellen Aktivitäten schauen wollt, dann folgt diesem Link.

Petra Brand
Petra ist unsere erste Vorsitzende und mit Abstand am längsten in der Politik. Sie ist bereits seit der 90er Jahre und bis kürzlich parteipolitisch unterwegs. Besonders setzt sich sich für Sozialpolitik, Gemeinwohl und die Lebenswertigkeit der Stadt ein, auch wenn es um unangenehme Themen wie die Entsorgung geht. Petra ist bereits im Ruhestand und war die meiste Zeit ihres Lebens als Physiotherapeutin in eigener Praxis tätig.
Petra's momentane Ausschüsse:
Gesundheit
Sport und Freizeit
Verfassung und Geschäftsordnung

Marnie Knorr
Marnie ist durch Umweltaktivismus und ihre Aktivitäten als Stadtteil-sprecherin in die Politik gestolpert. Sie ist seit 2019 in der STVV vertreten und mag visionäre und kreative Ideen, die dem Stadtleben und Natur und Umwelt dienen. Sie hat einen Masterabschluss in Innovationsmanagement und war bisher hauptsächlich in Projekten im sozialen und wissenschaftlichen Bereich tätig.
Marnie's momentane Ausschüsse:
Bau und Umwelt
Jugend, Familie und Frauen
Personal und Organisation
Schule und Kultur

Francesco Hellmut Secci
Secci blickt auf ein Leben mit Höhen und Tiefen zurück, in dem Politik stets eine wichtige Rolle spielte. Er engagierte sich für Natur- und Umweltschutz auf verschiedenen Ebenen des Verbandsnaturschutzes sowie in Bürgerinitiativen. Sein zivilgesellschaftliches Engagement war von sozialen Themen geprägt – und leider ist heute erneut auch das Thema Frieden in den Vordergrund gerückt.
Secci's momentane Ausschüsse:
Finanzen und Wirtschaft
Öffentliche Sicherheit
Arbeit und Soziales
UNSERE GEMEINSAMEN WERTE
Machen wir uns nichts vor
Wir haben uns zur Halbzeit der Legislatur zusammengeschlossen. Ob wir uns zur nächsten Wahl noch einmal als "die Möwen" aufstellen ist ungewiss (Entscheidung fällt höchst wahrscheinlich im Sommer 2026). Von daher gibt es von uns kein Parteiprogramm, kein 10-Punkte-Plan um die Welt zu retten oder ähnliches. Der Hauptaspekt unserer Zusammenarbeit und Abstimmungsverhalten besteht in den Werten, die wir teilen und euch hier näher bringen möchten. Ein weiterer Grund war die Beschneidung der Stimm- und Rederechte der Einzelstadtverordneten durch die regierenden Parteien.
!!! FRIEDEN !!!
Gerade ist die Bewahrung des Friedens leider wieder ein brandaktuelles Thema geworden. Der Glaube, Frieden lasse sich durch immer mehr Waffen sichern, ist aus unserer Sicht ein gefährlicher Irrtum.
Geschichte und Gegenwart zeigen: Aufrüstung schafft selten dauerhafte Sicherheit – sie verstärkt Spannungen, verschiebt politische Prioritäten und erhöht langfristig das Risiko militärischer Konflikte.
Wir positionieren uns - wenn auch als einzige Gruppe in der STVV Bremerhaven - gegen einen Militärhafen am Blexer Bogen, sowie gegen die Kriegsertüchtigung des bestehenden Hafens.
Wechselnde Mehrheiten und parteiübergreifende Zusammenarbeit
Wir glauben an die Verantwortung jedes Einzelnen für unsere Mitmenschen, für diesen Planeten – und damit auch für unsere Stadt Bremerhaven. Aus dieser Haltung heraus und gestützt auf unsere Erfahrungen in der Opposition sind wir überzeugt: Für Bremerhaven wäre ein Parlament mit wechselnden Mehrheiten der bessere Weg.
In der aktuellen politischen Situation werden Anträge der Opposition grundsätzlich abgelehnt. In der vergangenen Legislaturperiode wurden lediglich vier Anträge weiterbearbeitet. An drei dieser Anträge war Marnie beteiligt und einer davon eine erste erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen ihr und Petra, als sie sich für die Omas gegen rechts einsetzten, wie ihr hier nachlesen könnt. Alle anderen der zahlreichen Ideen und Vorschläge der Opposition verhallen generell in den Gremien und Sitzungssälen. Nicht unbedingt, weil sie schlecht wären, sondern weil es schlicht gängige Praxis ist, sie grundsätzlich abzulehnen.
Wir empfehlen jedem einmal eine Sitzung zu besuchen, um es mitzuerleben. Neben den offiziellen Themen stehen dort oft Selbstdarstellung, persönliche Angriffe und verletzte Eitelkeiten auf der Tagesordnung – und erschreckend wenig gemeinsame Suche nach Lösungen. Wertvolle Zeit vergeht, während Bremerhaven vor echten Herausforderungen steht.
Wir finden, Politik sollte kein Wettbewerb um Anerkennung und das Halten von Machtpositionen sein, sondern ein gemeinsamer Prozess für das Gemeinwohl. Deshalb glauben wir an ein Parlament mit wechselnden Mehrheiten. An echte Debatten. An übergreifende Zusammenarbeit ohne Parteizwang. Wir wollen zuhören, Brücken bauen und das umsetzen, was sinnvoll ist. Nicht für uns. Sondern für Bremerhaven.
Experten einbeziehen
Dabei entsteht Wissen nicht nur in Parlamenten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Fachleute, Praktikerinnen und engagierte Menschen vor Ort verfügen über wertvolle Perspektiven. Sie einzubinden bedeutet, Politik näher an die Lebensrealität der Menschen in Bremerhaven zu bringen.
Was würde zum Beispiel dagegen sprechen, bei klimarelevanten Themen grundsätzlich eine Einschätzung des Alfred-Wegener-Institut einzuholen? Bremerhaven bezeichnet sich selbst als Heimatstadt der Wissenschaft. Wir haben zahlreiche renommierte Institute, geballte Expertise und internationale Anerkennung direkt vor Ort. Und doch greifen wir dieses Wissen und diese Ressourcen in den politischen Gremien viel zu selten auf. Warum treffen wir Entscheidungen über die Zukunft unserer Stadt, ohne konsequent auf das zurückzugreifen, was hier täglich erforscht, analysiert und verstanden wird? Wer Bremerhaven ernsthaft weiterentwickeln will, sollte den Mut haben, Wissen einzubinden – nicht als Ausnahme, sondern als Selbstverständlichkeit.
Pflanze-Tier-Mensch
Sollte keine Erweiterung von einem Spiel wie "Stein-Schere-Papier" sein. Alles was wir in unserer Umwelt verändern muss systemisch gedacht werden. Für uns gehören ökologische Gesundheit, soziale Lebensqualität und der Schutz der Natur untrennbar zusammen. Deshalb betrachten wir politische Entscheidungen möglichst übergreifend: Maßnahmen für Stadtentwicklung müssen immer auch ihre Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Pflanzen berücksichtigen. Unser Ziel ist eine Politik, die Lebensräume schützt, natürliche Kreisläufe stärkt und gleichzeitig gute Lebensbedingungen für alle in unserer Stadt schafft.